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Zurück in den Beruf

Der Start zurück am Arbeitsplatz ist für mich im doppeldeutigen Sinn. Nicht nur, dass ich nach meinem Feiertagsurlaub zurück ins Büro musste. Durch meinen kleinen Sohn hatte ich bis Ende letzten Jahres auch eine fast dreijährige Pause vom Berufsleben an sich. Hat man einen erholsamen Urlaub gehabt, egal wieviele Tage oder Wochen er andauerte, kehrt man mit demselben Gefühl an den Schreibtisch zurück wie nach drei Jahren: es ist alles weg!!! Gelöscht! Die Passwörter genauso wie die Gegenstände, die man eigentlich vor "Ausleihern" geschützt und verschlossen aufbewahrt hatte. Das Beruhigende dabei: man findet alles wieder. Es fallen einem viele Handgriffe genauso wieder ein wie einem die beschämte Kollegin plötzlich die "nur kurz ausgeliehen" Thermoskanne für Tee wieder zurück bringt. Nachdem ich mühevoll und unter Ausfüllen vieler Online-Formulare meine Passwörter zurückgesetzt hatte viel mir sogar mein winzig klein zusammengefalteter Notizzettel mit eben Diesen in die Hände. Er klebte unter meiner Kaffeetasse, den eine andere Kollegin für mich in ihrem Schreibtischcontainer aufbewahrt hatte. Als ich nun meinen allerersten Arbeitstag nach der Babypause beendet hatte, erkundigten sich zuhause meine Teenager ganz aufgeregt und furchtbar neugierig danach. Erstaunt über das rege Interesse erzählte ich in aller Ausführlichkeit davon und steigerte mich regelrecht in Euphorie. Bis mein Gatte mich aus der Schwärmerei durch einen Stubser an die Schulter riss und bedeutend in Richtung unserer Kinder nickte. Meine Töchter hörten längst nicht mehr zu sondern diskutierten die vielen schönen Anschaffungen die sie jetzt mit Mamas verdientem Gehalt tätigen wollten. Vom Smartphone aus der Obstbranche übers Fahrrad bis hin zum 4- wöchigem USA Trip waren meine nächsten Jahresgehälter längst ausgegeben. Nun stellt sich mir die Frage, ob das bescheidene, wenn auch nicht sehr ausfüllende Leben als Hausfrau nicht doch die effektivere Lösung gewesen wäre....

30.3.16 19:51

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